MAKING OF: "Im Herzen der Wüste"
- FELICIA ARTWORK

- 31. März
- 2 Min. Lesezeit
Wie das Bild "Im Herzen der Wüste" entstand (ACRYL AUF LEINWAND)
“Ich hätte gerne ein relativ großes Bild einer Wüste. Darauf würde ich gerne Sand sehen, aber auch Wasser und Pflanzen. Und einen Sonnenuntergang, das wäre schön. Ich möchte, dass es Frieden ausstrahlt."
Ein Freund von mir, ein großer Afrika-Fan, wünschte sich ein solches Bild für seine neue Wohnung. Da er mir, was die Gestaltung anging, freie Hand ließ, durchstöberte ich das Internet nach Fotos und Bildern, um mich inspirieren zu lassen.
Ich entschied mich, die Wüste sowohl ganz nah, als auch in ihrer Weite zu zeigen, im Licht der untergehenden Sonne. Damit wollte ich eine allumfassende Wirkung erzielen, das Gefühl, mittendrin zu sein.

Zu Beginn zeichnete ich grob die Szenerie und malte das Wasser und den Himmel, der sich farblich darin spiegelt. Die Wasserstelle legte ich in die Mitte des Bildes, in ein Tal, das man aus der Ferne betrachten kann. Es wirkt nah und ist dennoch fern.
Bei der Sanddüne im Vordergrund versuchte ich, die kleinen Sandwellen nachzuahmen, in dem ich Strukturpaste verwendete.

Berge und Dünen im Hintergrund schattierte ich durch verschiedene Brauntöne. Sie sollten in den Horizont ragen und die warmen Sonnenstrahlen widerspiegeln. Am Himmel sollten sich zarte Wolken abzeichnen, welche im abendlichen Sonnenlicht leuchten.
Um die Oberfläche außerdem körnig und rau zu gestalten, trug ich Sandpaste auf und übermalte diese mit Orange-, Gelb- und Brauntönen.

Danach begann ich mit der Ausarbeitung der Sonne, deren Licht und Strahlen und ließ die Sanddüne im Vordergrund mit golden schimmerndem Acryl an der Lichtkante glitzern.

Nachdem die sandigen Elemente des Bildes vorhanden waren, begann ich, Bäume, Gräser und Büsche um die Wasserstelle herum zu platzieren.
Die Entfernung der Pflanzen vermittelt dem Betrachter ein Gefühl von Stille, kein Blätterrauschen ist wahrnehmbar, keine Bewegung zu sehen. Abschließend tupfte ich einzelne glitzernde Reflektionen zwischen die Bäume.
Als ich das Bild jetzt betrachtete, fehlte mir etwas. Ein Lebewesen, das den Frieden der Szenerie verspüren kann. Ich fragte meinen Freund, ob ihm ein Lebewesen auf dem Bild gefallen würde. Er stimmte zu und überließ es mir, ein passendes Tier auszusuchen.
Ich entschied mich für einen Elefanten: ein großes, ruhiges, sanftes Tier, das unheimlich weite Strecken zurücklegt, um Wasser zu finden - aus meiner Sicht die perfekte Ergänzung.

Zuerst sah ich mir Fotos von Elefanten an und überlegte mir, aus welcher Perspektive ich ihn malen wollte, und beschloss, ihn im Vordergrund zu platzieren.
Mit dunkelbraun begann ich mit der Silhouette und ließ durch hellere Farbtöne seine Körperformen hervortreten. Anschließend gab ich ihm noch einen Schatten auf dem Sand.
Nach seiner langen Reise auf der Suche nach Nahrung und Wasser genießt der Elefant jetzt die Aussicht auf die herzförmige Wasserstelle
im Licht der untergehenden Sonne, umgeben von Stille
und der unendlichen Weite der Wüste.



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